Zuckerrübenabfuhr

Print Friendly, PDF & Email

Organisierte Rübenanfuhr mit Vorreinigung MR Uelzen – Isenhagen e.V.

Liefergemeinschaft 90242

Für die Einführung der organisierten Rübenanfuhr mit Vorreinigung im Uelzener Einzugsgebiet der Nordzucker AG, war es von Vorteil, dass im „alten MR Isenhagen“ schon Erfahrungen seit 1992 gesammelt wurden. Da der Rübenhof  der Uelzener Fabrik neu konzipiert wurde, um die Rübenannahme kostengünstiger zu gestalten, waren Veränderungen in der Rübenanfuhr unumgänglich und viele Landwirte konnten die neuen Anforderungen (selbstkippende Anhänger) nicht mehr erfüllen.
Um diese Aufgabe im Uelzener Gebiet anzugehen, wurde im Jahre 2000 eine Investorengesellschaft von Rübenanbauern unter der Geschäftsführung der Agrar Dienst Uelzen GmbH als Komplementär gegründet. Die Agrar Dienst Uelzen GmbH & Co. KG schaffte zum Herbst die erste Rübenmaus an. Trotz vieler Bedenken und Widerstände gegen diese Anfuhrart, wurden im ersten Jahr bereits über 90.000 t reine Rüben verladen. Zwei Jahr später wurde bereits die zweite Rübenmaus gekauft und konnte ebenfalls ausgelastet werden. Bei jeder Erweiterung der KG konnten Landwirte sich an der „Rübenmausgesellschaft“ beteiligen. Von dieser Möglichkeit wurde auch stets Gebrauch gemacht, so dass heute 71 Landwirte/Lohnunternehmen 83 Anteile in der KG halten. Der Einsatz der Rübenmäuse erfolgt über Lohnunternehmen, die für den reibungslosen Betrieb der Verlademäuse verantwortlich sind.
In den nächsten Jahren sollte die Liefergemeinschaft weiter sprunghaft wachsen, da die Nordzucker sich mit den Rübenanbauerverbänden darauf verständigt hatte, die Vorreinigung der Zuckerrüben zwingend vorzuschreiben. Zwischenzeitlich wurde auch im Isenhagener Gebiet die Verladung mit dem Reinigungsband auf die Rübenmaus umgestellt. Es werden zwischen 600.000 und 900.000 t Zuckerrüben pro Kampagne mit insgesamt vier Rübenmäusen vorgereinigt, verladen und zur Nordzucker in das Werk Uelzen transportiert. Der Transport erfolgt heute überwiegend mit den Sattelzügen uns angeschlossener Spediteure, während in der Anfangszeit, bei noch auskömmlichen Frachttarifen, fast ausschließlich durch die Rübenanbauer selbst im Leistungsaustausch mit dem Schlepperzug transportiert wurde. Heute kommen Schlepperzüge immer noch zum Einsatz, wenn die Rüben nicht zu vertretbaren Kosten des Rübenanbauers  für eine Lkw Abfuhr bereitgestellt werden können. Um hier für die Transporteure kostendeckende Tarife zu erreichen, muss der Rübenanbauer 40% auf den Nordzucker Frachttarif aufzahlen.
Im Downloadbereich finden Sie die derzeit gültige Lade- und Abfuhrordnung, Tipps zur Mietenanlage und Betriebsanweisungen für den Rübentransport.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.