Landwirtschaftliche Klärschlammverwertung

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Landwirtschaftliche Klärschlammverwertung

Beginnend mit der Gründung der Agrar Dienst Uelzen GmbH im Jahr 1992, beschäftigen wir uns mit der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung aus den hiesigen Kläranlagen. Vorausgegangen waren Gespräche mit der Stadt Uelzen, die bis dahin ihren Klärschlamm auf der Deponie entsorgte. Da die Deponierung von Klärschlamm auf Grund des Verwertungsgebotes verboten werden sollte, gab es neben der landwirtschaftlichen Verwertung nur noch die wesentlich teurere Verbrennung des Klärschlamms als Alternative.

Nachdem durch entsprechende Untersuchungen belegt war, dass unsere hiesigen Klärschlämme in erster Linie Nährstoffe beinhalten und die vorkommenden Schadstoffe die erlaubten Grenzwerte nur zu ca. 10% erreichen, hatten wir uns dazu entschlossen, diesen organischen Dünger unseren Landwirten anzubieten. Unser Ziel war und ist es, kurze Nährstoffkreisläufe zu bilden und ein regionales Verwertungskonzept anzubieten.

Unsere Landwirte konnten so auch überzeugt werden, diesen Dünger in ihre Düngeplanung aufzunehmen, so dass dieses Angebot für unsere Kommunen und Landwirte schnell ausgebaut werden konnte. So erhalten die Landwirte einen kostengünstigen organischen Dünger und am Mineraldünger kann entsprechend eingespart werden. Gleichzeitig wird das Wasser- und Nähstoffhaltevermögen der so gedüngten Ackerböden verbessert.

Heute organisieren wir die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung für unsere Kreisstadt Uelzen, die Samtgemeinden Bevensen – Ebstorf, Rosche und Wrestedt – Bodenteich. Um die Verwertung (Düngung der Flächen) ordnungsgemäß durchzuführen werden ca. 2.400 ha benötigt. Diese Fläche, nicht mal 4% der bewirtschafteten Fläche in unserem Ringgebiet, wird von ca. 30 Landwirten zur Verfügung gestellt.

Die notwendige Dokumentation erfolgt über ein mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, als beauftragte Fachbehörde zur Überwachung unserer Tätigkeit, gemeinsam genutztes Programm (Polaris).

Ansprechpartner: Jan-Hendrik Wiese

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